Auf diesen Seiten möchte ich unter 'Autoren' und 'Sonstiges' Texte veröffentlichen, die mir in meinem Berufsleben als Deutsch- und Lateinlehrer wichtig und leicht von meinem PC zu kopieren waren.

Unter 'Komponisten' können Sie vor allem Beschreibungen kammermusikalischer Werke finden.

Als Vorsitzender des Kulturausschusses in Rösrath hatte ich 20 Jahre lang 250 Mal Rösrather 'Schlosskonzerte' organisiert; hinzu kommen seit 2003 mittlerweile 100 Konzerte in der ServiceResidenz Schloss Bensberg. Wichtig ist mir bei der Betreuung des Publikums, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf Besonderheiten der aufgeführten Werke zu richten. Anfangs kopierte ich zu diesem Zweck die Texte aus Reclams Kammermusikführer. Da mir manches zu 'poetisch', manches zu wissenschaftlich erschien, habe ich das Wissen, das ich diesem Musikführer und anderen Publikationen entnahm, in die für mein Publikum passende Sprache umgeformt, sozusagen als Laie für Laien und manches Mal auch, ohne dass mir die Noten vorlagen.

Diese Erläuterungen werde ich nach und nach überprüfen. Die Absicht dabei ist, die Zahl der Fachausdrücke möglichst klein zu halten und Urteile über Ausdruck und Qualität der Musik neu zu bedenken.

Ein Datum unter der Erläuterung gibt an, dass es sich bei ihr gleichsam um eine 'Fassung letzter Hand' handelt (zumindest vorläufig).

Möglicherweise könnten diese Texte auch in Programmhefte anderer Konzertreihen übernommen werden - mit entsprechenden Änderungen. Freuen würde ich mich besonders, wenn sie dem einen oder anderen Musikliebhaber den Zugang zu den Werken der Kammermusik ein wenig erleichterten.

Unter ‚Komponisten’ und ‚Autoren’ finden Sie auch einige Texte, die ich als Ankündigung von Aufführungen in Bergisch Gladbach geschrieben habe.


Das nächste Konzert in der ServiceResidenz Schloss Bensberg:

Matinéen – Klangvolle Sonntage
Matinéen – Klangvolle Sonntage
Sonntag, den 14. Februar 2016, 11 Uhr
im Vier Jahreszeiten-Saal




Alinde Quartett
Eugenia Ottaviano, Axel Haase (Violine)
Amélie Legrand, Viola
Josep Castanyer Alonso, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett d-Moll KV 421

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Streichquartett a-Moll op. 13

Carl Nielsen
Streichquartett g-Moll op. 13



Das D-Moll- Streichquartett KV 421 gehört zu Mozarts eindringlichsten Werken dieser Gattung. Nach Berichten von Mozarts Frau Constanze sei es während der Entbindung des ersten Sohnes (1783) entstanden; Mozart habe sogar ihre Schreie mitkomponiert - so deutet Constanze die innere Erregung des Quartetts, seine große Emotionalität und düstere Expressivität. Auch die zu Herzen gehende Lieblichkeit des ‚Andante‘ ist melancholisch eingetrübt.
Der 1809 geborene Mendelssohn hatte sich bis 1827 mehrfach an der Komposition von Streichquartetten versucht, diese Versuche aber immer verworfen. Nun, als Beethovens Streichquartett a-Moll op. 132 erschien, wusste er, welches für ihn der richtige Weg war. So entstand kurz nach der Veröffentlichung von op. 132 im Jahr 1827 mit op. 13 sein erstes Streichquartett, das er gelten ließ. Vorbild war also der späte Beethoven und auch das Alterswerk Bachs - Mendelssohn eifert dem Größten nach, was es in der Musik gibt. Durch die Verbindung von Beethovenschem und Bachschem Altersstil und der Jugendfrische des 18-Jährigen ist dieses Streichquartett von unvergleichlicher Eindringlichkeit und auch von einer großen Bandbreite des Ausdrucks, die vom Elfentanz bis zur wilden Jagd reicht.
Eine höchst erfreuliche Überraschung ist Carl Nielsens Streichquartett g-Moll, entstanden 1887/88. Voll von jugendlichem Überschwang, aber auch von zu Herzen gehender Lieblichkeit ist es eine Bereicherung der Musik für Streichquartett. Wie Hans Christian Andersen (1805-1875) wurde Carl Nielsen (1865-1931) auf der dänischen Insel Fünen geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande auf. Von seinem Vater, der Anstreicher und Dorfmusikant war, lernte er das Geigenspiel. Als er 19 war, studierte er am Königlichen Konservatorium in Kopenhagen Violine, Klavier und Musiktheorie. Sein Hauptinteresse galt von Anfang an der Komposition; Mozart, Haydn und Brahms waren seine Vorbilder.
Alinde QuartettDas Alinde Quartett, das sich im Sommer 2010 gründete, ist mehrfacher Preisträger bei internationalen und nationalen Wettbewerben. Bereits drei Monate nach seiner Gründung gewann es den 1. Preis beim “Schmolz & Bickenbach Wettbewerb“ in Düsseldorf. Wenig später wurden die vier jungen Musiker von der “Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung“ und dem Verein “Yehudi Menuhin - Live Music Now“ als Stipendiaten aufgenommen. Das Alinde Quartett erhielt den Förderpreis der Bruno-Frey-Stiftung und wurde für seine hervorragende Leistung beim internationalen Kammermusikwettbewerb „Citta di Pinerolo“ (Turin, Italien) als bestes Streichquartett mit dem 4. Preis ausgezeichnet und beim "Salieri-Zinetti" International Chamber Music Competition 2015 erspielte es sich den 2. Preis. In der Saison 2012/2013 spielte das Quartett in der Konzertreihe „Best of NRW“ insgesamt zwölf Konzerte in verschiedenen Städten NRWs.
Das Alinde Quartett studiert aktuell bei Prof. Günter Pichler an der Hochschule für Musik "Reina Sofia" in Madrid. Zudem wurde es in die französische Organisation ProQuartet (Paris) aufgenommen. Regelmäßig erhält das Quartett musikalische Anregungen von Ida Bieler (Melos Quartett), Richard Ireland (Chilingirian Quartet), Louis Fima (Arpegione Quartet) und Harald Schoneweg (Cherubini Quartett). Bei zahlreichen Festivals und Meisterkursen wurde das Alinde Quartett geprägt von Jörg Widmann, Günter Pichler, Arnold Steinhardt, Christoph Richter, Wolfgang Rihm, Jürgen Kussmaul, dem Mannheimer Streichquartett und dem Auryn Quartett. Seinen Namen widmet das Alinde Quartett dem Kunstlied “Alinde“ von Franz Schubert (D904).
Dem Quartett ist es ein großes Anliegen, auch Kinder und Jugendliche an die einzigartige Musik des Streichquartetts heranzuführen. Alle Mitglieder geben daher sowohl einzeln als auch im Quartett Unterricht und Kammermusikkurse an der ‚Ida Bieler International School of Music‘ in Köln und spielen regelmäßig pädagogische Konzerte für Kinder und Jugendliche.
Das Alinde Quartett gibt zahlreiche Konzerte im europäischen Raum und wird regelmäßig von renommierten Festivals wie u.a. dem MozartFest Würzburg, den "Chamber Music European Meetings" in Bordeaux, den Aldeburgh Residencies oder dem Festival „Kammermusik Plus“ im Musikdorf Ernen (Schweiz) eingeladen.





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