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II,20
Die Erhebung des Horaz
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Non usitata nec tenui ferar penna biformis per liquidum aethera vates neque in terris morabor longius invidiaque maior
urbis relinquam. Non ego pauperum sanguis parentum, non ego quem vocas, dilecte Maecenas, obibo nec Stygia cohibebor unda. |
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Auf nicht gewöhnlicher und nicht schwacher Schwinge werde ich zweigestaltig durch den klaren Aether getragen werden als Dichter und ich werde nicht länger auf Erden weilen, stärker als der Neid
werde ich die Städte verlassen. Nicht als Sohn armer Eltern, nicht als der, den du rufst, geliebter Maecenas, werde ich sterben und nicht umschlossen werden von der Stygischen Welle.
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Iam iam residunt cruribus asperae pelles et album mutor in alitem superne nascunturque leves per digitos umerosque plumae. |
pellis, is, f.: das Fell, der Pelz, die Haut; supernus, a, um: oberhalb (oben) befindlich, der obere; pluma, ae, f.: die Flaumfeder; Sing. kollektiv u. Plur. = die Flaumfedern, der Flaum der Vögel; |
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Schon bildet sich (lässt sich nieder) an den Schenkeln raue Haut und darüber werde ich in einen weißen Vogel verwandelt und leichter Flaum wächst auf Finger und Achseln.
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Iam Daedaleo notior Icaro visam gementis litora Bospori Syrtisque Gaetulas canorus ales Hyperboreosque campos. |
gemo, ui, itum, ere: seufzen, ächzen, stöhnen, |
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Schon bekannter als der Dädaleische Ikarus werde ich als schön singender Vogel die Gestade des stöhnenden Bosporus sehen und die Gätulischen Syrten (Sandbänke) und Hyperboreischen Ebenen.
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Me Colchus et qui dissimulat metum Marsae cohortis Dacus et ultimi noscent Geloni, me peritus discet Hiber Rhodanique potor. |
Hiber, eris: Spanier; |
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Mich werden der Colcher kennen und der Daker, der die Furcht vor der Marsischen Truppe verbirgt und die äußerst entfernten Gelonen, mich wird der gebildete Spanier lernen und der, der aus der Rhone trinkt.
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Absint inani funere neniae luctusque turpes et querimoniae; conpesce clamorem ac sepulcri mitte supervacuos honores. |
inanis, e: u. a. leer, eitel, nichtig, nutzlos, erfolglos, vergeblich; funus, eris, n.: die feierliche Beerdigung, Bestattung einer Leiche, das Leichenbegängnis; mittere: gehen-, laufen lassen von sich lassen, fortlassen, entlassen, lassen, etw. fahren lassen, loslassen, herabsinken-, fallen lassen |
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Fernbleiben mögen von der nutzlosen Bestattung Klagelieder und klägliche Trauerlieder und Seufzen; unterdrücke das Jammern und lass fahren die überflüssigen Ehrungen der Grabstätte.
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II,19 Hymnus auf Bacchus
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