Caesar
J. R. Becher
Jakob der Lügner
Gedichte
Gedichte
Leben des Galilei
weitere Stücke
‚Der kaukasische Kreidekreis'
Drei Groschen Roman
Drei Groschen Oper
Brentano
Büchner
Buslau
Die Pest
In Verrem
De officiis
De re publica
Der Besuch der alten Dame
Gedichte
Aus dem Leben eines Taugenichts
Einhard
Erasmus
Faust I
Gotthelf Die schwarze Spinne
Grass Blechtrommel
Gryphius Gedichte
Härtling Kinderbücher
'Ich denke oft an Piroschka'
Haushofer
Hebbel
Gedichte
Heym Georg
Heym Stefan
Die Outsider
Oden Hymnen
Oden Buch I
Oden Buch II
Oden Buch III
Oden Buch IV
carmen saeculare
Epoden
Sermones/Satiren
Keller Gottfried
King Stephan
Kleist
Krechel
Lersch
Nathan der Weise
Liliencron Gedichte
Livius Römische Geschichte

II,6

Vom seligen Altern und Sterben



Erste sapphische Strophe



Septimi, Gadis aditure mecum et
Cantabrum indoctum iuga ferre nostra et
barbaras Syrtis, ubi Maura semper
aestuat unda,

Tibur Argeo positum colono
sit meae sedes utinam senectae,
sit modus/domus lasso maris et viarum
militiaeque.
Cantaber, bri, m.: der Kantabrer, C. bellicosus od. indoctus inga ferre nostra, Hor.; Syrtis, is u. idos, Akk. im, Abl. e u. i, f.: die Syrte, Sandbank im Meere, bes. an der afrikan. Küste; aestuare: v. der Wasserflut, wallen u. branden, schäumend wogen; lassus auch mit Genitiv


Septimius, bereit mit mir nach Gades zu gehen und zu dem Kantabrer, unbelehrbar unser Joch zu tragen, und zu den wilden Syrten, wo die maurische Woge brandet;

Möchte doch Tibur, von einem argivischen Bauern gegründet, der Sitz meines Alters sein, ein Heim für den vom Meer, den Wegen und dem Militärdienst Ermatteten.



Unde si Parcae prohibent iniquae,
dulce pellitis ovibus Galaesi
flumen et regnata petam Laconi
rura Phalantho.
pellitus, a, um (pellis): mit einem Felle bedeckt; Galaesus (Galesus), i, m., ein Fluß in Unteritalien; Laco (Lacon), onis, m.: der Lakonier, Lazedämonier,


Wenn von dort die Parzen ungnädig mich abhalten, möchte ich das für die eingehüllten Schafe (um die Wolle zu schonen) angenehme Gewässer des Galaesus und das vom Lakedämonier Phalantus (Phalantho: Dativ statt a mit Abl. s. Menge 64) beherrschte Land aufsuchen.



Ille terrarum mihi praeter omnis
angulus ridet, ubi non Hymetto
mella decedunt viridique certat
baca Venafro,

ver ubi longum tepidasque praebet
Iuppiter brumas et amicus Aulon
fertili Baccho minimum Falernis
invidet uvis.
angulus, i, m.: die Ecke, der Winkel; Hymettos u. Hymettus, i, m.: Berg in Attika, reich an Bienenkräutern; certare: poet., certare alci, mit jmd.; baca: Beere, Olive; Venafrum: Stadt in Kampanien; Aulon, onis, m., ein vorzügliches Weingelände in der Nähe von Tarent; Adv. minimum = sehr kurze Zeit, sehr wenig, sehr selten,


Jener Winkel lächelt mir vor allen der Erde zu, wo der Honig nicht dem Hymettus weicht und die Olive mit Venafrum im Wettstreit liegt,

wo Juppiter einen langen Frühling und milde Winter gewährt und das Aulongebiet, dem fruchtbringenden Bacchus lieb, nicht im Geringsten die Falernertrauben beneidet.



Ille te mecum locus et beatae
postulant arces; ibi tu calentem
debita sparges lacrima favillam
vatis amici.
postulo, avi, atum, are (posco), etw. von jmd. verlangen, begehren, erwarten,
arx, arcis, f.: ein von Natur od. durch Kunst fester, hoher Punkt, der eine Stadt, eine Gegend deckt od. beherrscht, eine feste Höhe, -Anhöhe, -Berghöhe, Feste, calere, eo: heiß sein, glühen


Jener Ort und die seligen Höhen erwarten dich mit mir; dort wirst du mit geschuldeter Träne die heiße Asche deines Dichterfreundes netzen.



II,05 Geduld mit dem heranwachsenden Mädchen / II,07 Ausgelassene Freude bei des Freundes Rückke

HaftungsausschlussImpressum